U0203 Position mehrerer Punkte
Aufgabenstellung
Positionieren Sie mehrere Punkt so, dass folgende Anmutungen entstehen (die Größe des Punktes bleibt gleich): leicht schwer schwebend lastend froh traurig bewegt statisch unruhig ruhig nah fern
Umsetzung
Leicht:

Schwer:

Schwebend:

Lastend:

Froh:

Traurig:

Bewegt:

Statisch:

Unruhig:

Ruhig:

Nah:

Fern:

Kommentare
Durch mehrere Punkte hatte ich jetzt die Möglichkeit, Kompositionen zu gestalten – das heißt, mit Anordnung, Dichte, Rhythmus und Richtung arbeiten, um Gefühle oder Zustände zu erzeugen.
Ruhig:
Eine regelmäßige, waagerechte Anordnung der Punkte (z. B. eine gerade Linie) vermittelt Ausgewogenheit und Ruhe. Die Gleichmäßigkeit und Ordnung geben dem Auge Halt und lassen die Komposition ruhig erscheinen.
Leicht:
Punkte locker, oben im Bild und unregelmäßig verteilt vermitteln Leichtigkeit, als würden sie nach oben „aufsteigen“ oder schweben.
Nah:
Eine vertikale Linie, die sich im unteren Drittel befindet, lässt die Punkte näher und präsenter erscheinen – fast so, als kämen sie auf den Betrachter zu.
Fern:
Punkte oben und kompakt gruppiert, entfernt vom unteren Bildrand, wirken distanziert und „fern“ im Raum.
Schwer:
Eine breite, waagerechte Punktreihe unten im Bild verankert die Punkte optisch – das Gesamtbild wirkt stabil, schwer und bodenständig.
Schwebend:
Unregelmäßig oben im Bild positionierte Punkte mit Abstand zueinander erzeugen den Eindruck von Schweben oder Leichtigkeit.
Lastend:
Viele Punkte eng und waagerecht am unteren Bildrand vermitteln ein Gefühl von Gewicht, Belastung oder Druck.
Froh:
Locker oben gruppierte, dynamisch angeordnete Punkte vermitteln ein spielerisches, beschwingtes Gefühl.
Traurig:
Eine senkrechte Linie aus Punkten, die sich nach unten erstreckt, wirkt wie ein „Herunterfallen“ – ein Sinnbild für Traurigkeit.
Bewegt:
Eine Diagonale aus aufsteigenden oder absteigenden Punkten vermittelt Dynamik, Bewegung und Richtung.
Statisch:
Ein regelmäßiges Gitter aus Punkten ist absolut ausgewogen und stabil. Die Komposition wirkt wie „eingefroren“, unbeeindruckt von Einflüssen – statisch eben.
Unruhig:
Viele unterschiedlich verteilte, scheinbar zufällig angeordnete Punkte erzeugen eine starke Unruhe und Unordnung – der Blick springt hin und her.
Beziehungen und Abstände:
Nicht nur die Position eines einzelnen Punkts, sondern vor allem die Beziehungen und Abstände zwischen mehreren Punkten sind entscheidend für die Gesamtwirkung.
Regelmäßigkeit vs. Unregelmäßigkeit:
Regelmäßige Strukturen wirken beruhigend und stabil, während unregelmäßige Anordnungen eher lebendig oder unruhig erscheinen.
Assoziationen:
Durch die bewusste Komposition kann man abstrakte Stimmungen und sogar Gefühle allein durch die Anordnung von Punkten ausdrücken.
Minimalistische Gestaltung:
Selbst einfache Grundformen wie Punkte reichen aus, um sehr unterschiedliche und komplexe Wirkungen zu erzielen. Das schärft das Bewusstsein für die elementaren Mittel der Gestaltung.
Code
String[] anmutungen = {
"leicht", "schwer", "schwebend", "lastend",
"froh", "traurig", "bewegt", "statisch",
"unruhig", "ruhig", "nah", "fern"
};
int index = 0;
boolean saved = false;
void setup() {
size(800, 800);
frameRate(1); // eine Darstellung pro Sekunde
File dir = new File(dataPath("output"));
if (!dir.exists()) dir.mkdirs();
}
void draw() {
if (index >= anmutungen.length) {
println("Alle Bilder wurden gespeichert.");
noLoop();
return;
}
if (!saved) {
background(255);
fill(0);
noStroke();
String anmutung = anmutungen[index];
drawAnmutung(anmutung);
// Titel
fill(0);
textAlign(CENTER);
textSize(24);
text(anmutung.toUpperCase(), width / 2, height - 40);
// Speichern
saveFrame("output/" + nf(index + 1, 2) + "-" + anmutung + ".png");
saved = true;
} else {
index++;
saved = false;
}
}
void drawAnmutung(String type) {
switch (type) {
case "leicht":
for (int i = 0; i < 5; i++) ellipse(random(200, 600), random(50, 200), 10, 10);
break;
case "schwer":
for (int i = 0; i < 6; i++) ellipse(200 + i * 80, 700, 10, 10);
break;
case "schwebend":
for (int i = 0; i < 4; i++) ellipse(200 + i * 120, 100 + random(20), 10, 10);
break;
case "lastend":
for (int i = 0; i < 10; i++) ellipse(100 + i * 60, 100 + random(30), 10, 10);
break;
case "froh":
for (int i = 0; i < 6; i++) ellipse(random(100, 300), random(100, 300), 10, 10);
break;
case "traurig":
for (int i = 0; i < 6; i++) ellipse(200, 300 + i * 50, 10, 10);
break;
case "bewegt":
for (int i = 0; i < 7; i++) ellipse(100 + i * 80, 400 - i * 30, 10, 10);
break;
case "statisch":
for (int r = 0; r < 3; r++)
for (int c = 0; c < 3; c++)
ellipse(300 + c * 60, 300 + r * 60, 10, 10);
break;
case "unruhig":
for (int i = 0; i < 20; i++) ellipse(random(width), random(height), 10, 10);
break;
case "ruhig":
for (int i = 0; i < 5; i++) ellipse(300 + i * 40, 400, 10, 10);
break;
case "nah":
for (int i = 0; i < 4; i++) ellipse(400, 600 + i * 30, 10, 10);
break;
case "fern":
for (int i = 0; i < 4; i++) ellipse(350 + i * 20, 100, 10, 10);
break;
}
}