U0605 Schatten und Reflektionen
Aufgabenstellung
Entwickeln Sie eine Form mit mehreren Gliedern mit dem Ziel einen hohen Dynamikumfang (z.B. mittels unterschiedlichen Luminanzen) im Schattenwurf zu generieren. Die Formentwicklung kann mittels der in der Vorlesung vorgestellten Prinzipien der Formgliederung geschehen. (Hinweis: mache Sie die Form nicht zu differenziert!)
Setzen Sie die entwickelte Form in 3-5 Varianten unterschiedlich mittels Material, Schatten und Reflexion in Szene.
Markieren Sie ihr bestes Ergebnis und beschreiben Sie warum. Vergessen Sie nicht zu dokumentieren!
Umsetzung
Variante 1:

Variante 2:

Variante 3:

Variante 4:

Variante 5:

Kommentare
Variante 1:
In Variante 1 habe ich ein glänzendes Material mit einer intensiven Magenta-Farbe gewählt, wodurch die Form sehr kräftig und auffällig wirkt. Mir gefällt hier besonders die klare Farbwirkung und die starke Plastizität der Glieder, die durch die Reflektion noch unterstützt wird. Dadurch entsteht ein dynamischer und fast schon futuristischer Eindruck.
Variante 2:
In Variante 2 habe ich mit dem Constant MAT gearbeitet, um eine ganz klare, gleichmäßige Farbfläche ohne Reflektionen oder Schattierungen zu erzeugen. Die Form wirkt sehr grafisch und abstrakt. Durch den Verzicht auf Reflektionen stehen die Formglieder als reine Silhouette im Vordergrund.
Variante 3:
In Variante 3 habe ich das Wireframe MAT verwendet, um die Formglieder als transparente Drahtgitter-Darstellung zu zeigen. Mir gefällt die technische und fast skizzenhafte Wirkung, die den inneren Aufbau und die Gliederung der Form betont.
Durch diese Darstellung wirkt die Struktur sehr leicht, fast schwebend, und bekommt einen experimentellen, konstruktiven Charakter.
Dieses gefällt mir glaube ich am besten, da mich das Ergebnis sehr überrascht hat. Mir gefällt diese Struktur sehr gut.
Variante 4:
In Variante 4 habe ich ein Wireframe MAT in Kombination mit einem farbigen Licht verwendet, wodurch ein leuchtender, holografischer Effekt entsteht. Mir gefällt der starke Kontrast zwischen dem hellen Cyan und dem dunklen Hintergrund, wodurch die Form schwebend und futuristisch wirkt. Durch die Kombination von Linienstruktur und intensiver Farbe wirkt die Form gleichzeitig technisch und sehr lebendig.
Variante 5:
In Variante 5 habe ich mit einem sanft glänzenden Phong MAT in zartem Rosa gearbeitet, kombiniert mit einem Boden für realistische Schatten. Durch die Reflektion und die Schatten wirkt die Form sehr plastisch.
(Ich hatte die Farbe vorher in gelb, da sah es aus wie eine Banane :))
Kritik von Leonie
Für diese Aufgabe hat Laura ein tolles Spektrum an verschiedenen Varianten kreiert, ihr Objekt darzustellen. Es wurden verschiedene Farben, Texturen und Reflexionen umgesetzt, die zudem auch gut dokumentiert wurde. Bei der zweiten Variante finde ich spannend, dass die Dreidimensionalität des Objekts vollkommen verschwindet und es nicht mehr als solches wahrnehmbar ist. Die dritte Variante gefällt mir besonders gut, da mich das komplexe Raster, welches entsteht sehr anspricht. Es wirkt beinahe künstlerisch. In Variante 4 baut Laura nochmal aus diesem Objekt auf und erschafft mithilfe von gefärbtem Licht nochmal eine vollkommen andere Interpretation. Auch die fünfte Variante empfinde ich als sehr interessant; das weiche grüne Licht steht hier scheinbar im starken Kontrast zu der glänzenden Oberfläche des Objekts, dessen Farbe nur schwer erfassbar ist.
Antwort auf Kritik
Es freut mich, dass die unterschiedlichen Wirkungen der Varianten nachvollziehbar waren, besonders bei Variante 3 und 4. Auch der Hinweis zur fehlenden Dreidimensionalität in Variante 2 ist spannend und regt an, über den rein grafischen Charakter weiter nachzudenken.