U0206 Die vier Jahreszeiten
Aufgabenstellung
Visualisiere die vier Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst, Winter) mit Hilfe von verschiedenen Punktgrößen.
A) Überlege zuerst die typischen Eigenschaften und Gefühle und wie diese visuell am besten umgesetzt werden können. B) Entwickeln Sie in einem zweiten Schritt Hilfswerkzeuge, die Ihnen bei der Umsetzung helfen.
Reflektieren Sie den Entwurfsprozess? Wie vollzog sich der Entstehungsprozess für A) und B)? Dokumentieren sie ihr Ergebnis in MKDocs.
Umsetzung

Kommentare
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Frühling:
Eigenschaften: Aufbruch, Erwachen, frisches Wachstum, Leichtigkeit, zarte Farben, erste Blüten. Gestalterische Umsetzung:
Viele kleine bis mittlere Punkte, die eher locker und unregelmäßig verteilt sind, symbolisieren das erste Sprießen und das noch zarte, frische Wachstum. Die Verteilung ist dynamisch, aber noch nicht „ausgewachsen“. -
Sommer:
Eigenschaften: Fülle, Energie, Wärme, Vitalität, Blütezeit, Überfluss. Gestalterische Umsetzung:
Viele große und mittlere Punkte, die Fläche ist sehr dicht und füllig besetzt. Die Anordnung wirkt üppig, lebendig, teils fast chaotisch – symbolisiert die volle Pracht und Energie des Sommers. -
Herbst:
Eigenschaften: Reife, Fülle, Sammlung, Abschied, aber auch Wärme, Erdung, Vorbereitung auf Ruhe. Gestalterische Umsetzung:
Weniger und mittlere bis größere Punkte, die sich leicht ballen oder gruppieren. Die Komposition wirkt schon konzentrierter, etwas gedrungener als im Sommer, als ob sich die Energie sammelt. -
Winter:
Eigenschaften: Stille, Rückzug, Kälte, Klarheit, Reduktion, Ruhe. Gestalterische Umsetzung:
Wenige, kleine Punkte mit viel Leerraum, klar und zurückhaltend. Die Komposition wirkt ruhig, fast karg, und lässt die Leere und das Innehalten spüren.
Entwicklung von Hilfswerkzeugen
1. Skizzen und Raster:
Um die Anordnung der Punkte besser planen zu können, habe ich vorab kleine Skizzen auf kariertem Papier gemacht und Rasterlinien genutzt, um Verteilungen gezielter zu gestalten. Besonders hilfreich war das für eine gleichmäßige, aber dennoch natürliche Streuung.
2. Punktgrößen-Schablone:
Ich habe mir eine kleine Schablone mit verschiedenen Kreisgrößen (durch Locher und Münzen) angefertigt, um schneller verschiedene Punktgrößen ausprobieren und vergleichen zu können, ohne jedes Mal freihändig zeichnen zu müssen.
Kritik von Leonie
Beim Betrachten dieser Aufgabenlösung ist schnell ersichtlich, dass Laura mit den Punkten eine gewisse Stimmung darstellen wollte, statt schlicht einzelne Dinge, die sie mit den jeweiligen Jahreszeiten verbindet, darzustellen. Dieser Ansatz gefällt mir sehr gut und ich empfinde ihn als persönlich und kreativ. Sehr spannend finde ich, dass sich die Visualisierungen von Sommer und Herbst, sowie von Winter und Frühling in Bezug auf die Punktgrößen jeweils sehr ähnlich sehen. Zudem fällt schnell auf, dass die Komposition zum Sommer am meisten gefüllt ist, während die zum Winter am wenigsten Elemente aufweist. Meine erste Assoziation ist hier, dass der Winter für Laura eher karg und leer ist, während im Sommer viel mehr passiert. Auch Lauras Reflexionen sind sehr gut nachvollziehbar und geben einen gewissen Kontext zu den einzelnen Kompositionen. Etwas schade finde ich an der Stelle, dass die einzelnen Kompositionen nicht durch einen Rahmen begrenzt wurden. Dadurch hätten die Visualisierungen ggf. noch eine gewisse Gewichtung erhalten und der dargestellte Ausdruck wäre womöglich noch deutlicher geworden.
Antwort auf Kritik
Die Anmerkung zum fehlenden Rahmen ist ein guter Hinweis, der helfen könnte, die einzelnen Kompositionen noch stärker zu betonen und den Ausdruck klarer abzugrenzen. Der Vergleich der Ähnlichkeiten zwischen Frühling/Winter und Sommer/Herbst hilft außerdem, die gestalterischen Entscheidungen noch bewusster zu hinterfragen.
Code
void setup() {
size(1600, 400);
background(255);
noStroke();
drawSeason("Frühling", 0);
drawSeason("Sommer", 1);
drawSeason("Herbst", 2);
drawSeason("Winter", 3);
saveFrame("output/U0206-jahreszeiten.png");
println("Jahreszeiten-Bild gespeichert.");
}
void drawSeason(String name, int index) {
int sectionWidth = width / 4;
float centerX = index * sectionWidth + sectionWidth / 2;
pushMatrix();
translate(centerX, height / 2);
int numPoints;
float minSize, maxSize;
String layout;
switch (name.toLowerCase()) {
case "frühling":
numPoints = 25;
minSize = 6;
maxSize = 12;
layout = "blüte";
break;
case "sommer":
numPoints = 40;
minSize = 10;
maxSize = 25;
layout = "fülle";
break;
case "herbst":
numPoints = 25;
minSize = 8;
maxSize = 16;
layout = "fallen";
break;
case "winter":
numPoints = 12;
minSize = 4;
maxSize = 8;
layout = "leer";
break;
default:
numPoints = 20;
minSize = 5;
maxSize = 15;
layout = "neutral";
}
fill(0);
for (int i = 0; i < numPoints; i++) {
float x, y;
if (layout.equals("blüte")) {
// Frühling: zarte Blüten in der Mitte
x = random(-60, 60);
y = random(-60, 60);
} else if (layout.equals("fülle")) {
x = random(-150, 150);
y = random(-100, 100);
} else if (layout.equals("fallen")) {
x = random(-100, 100);
y = random(0, 100);
} else if (layout.equals("leer")) {
x = random(-60, 60);
y = random(-60, 60);
} else {
x = random(-100, 100);
y = random(-100, 100);
}
float sz = random(minSize, maxSize);
ellipse(x, y, sz, sz);
}
resetMatrix();
fill(0);
textAlign(CENTER);
textSize(24);
text(name, centerX, 30);
popMatrix();
}