U0305 Handlettering - Adjektive
Aufgabenstellung
Schreiben und zeichnen Sie auf einem Format Ihrer Wahl verschiedene, frei wählbare, Adjektive in handschriftlicher Typografie.
Handlettering bedeutet mehr als das „Zeichnen“ von Schrift denn das Konstruieren und Schönschreiben/ Kalligrafieren.
Achten Sie darauf Ihre Adjektive inhaltlich zu erfassen und deren Bedeutung zu visualisieren. Der Augenmerk liegt auf der gezeichneten, hand-geschriebenen Schrift! Schreibmaterialien und Farbigkeit sind frei wählbar. Probieren Sie verschiedene Werkzeuge aus.
Dokumentieren und Reflektieren Sie Ihr Ergebnis im digitalen Stizzenbuch.
Lernziel: Interpretationsfähigkeit, Schriften skizzieren und zeichnen, Auseinandersetzung mit Schriftanmutung.
Umsetzung

Kommentare
Interpretation und Ausdruck:
Die größte Herausforderung war es, die Eigenschaften der Adjektive so in die Schrift zu übertragen, dass sie auf den ersten Blick verständlich werden. Besonders spannend war, dass bereits kleine Unterschiede – z.B. der Übergang von eckigen zu runden Formen – eine komplett andere Wirkung erzielen können.
Visuelle Mittel:
„Kalt“ lebt von Reduktion, Klarheit und Strenge. „Verliebt“ dagegen gewinnt durch Schwung, Nähe der Buchstaben und verspielte Elemente.
Eigene Bewertung:
Am meisten Spaß gemacht hat das Experimentieren mit den verschiedenen Stilen und die Erkenntnis, wie stark Schrift alleine schon Emotionen transportieren kann. Besonders gelungen finde ich die Schrift für „verliebt“, da sie Lebensfreude und Leichtigkeit ausdrückt. „Kalt“ überzeugt mich durch die Klarheit, könnte aber noch „eisiger“ wirken, wenn man beispielsweise gezielt mit Lücken oder „abbrechenden“ Linien arbeitet.
Kritik von Leonie
Die beiden Adjektive, die sich Laura ausgesucht hat bilden einen tollen Kontrast, auch wenn es sich nicht um direkte Gegenteile handelt. Während die Buchstaben des Wortes „verliebt“ eher rundlich, locker und organisch gestaltet wurden, ist die Typographie für „kalt“ sehr starr, eckig und graphisch. Auch die Farbgestaltung ist gegensätzlich. Laura hat die Aufgabe sehr spannend gelöst, indem sie zusätzlich zum unterschiedlichen Charakter der Typographie die einzelnen Buchstaben aus kleinen graphischen Elementen gestaltet hat, welche mit den jeweiligen Adjektiven assoziiert werden. Für „verleibt“ hat sie verschnörkelte Herzen in verschiedenen Rottönen gewählt, während sie „kalt“ mit Eiskristallen in einem hellen, kühlen Blau geschrieben hat. Auch ohne die Wörter zu lesen, assoziiert man die jeweiligen Adjektive sofort mit dem Schriftbild. Gern hätte ich hier noch etwas zu Lauras Prozess erfahren, da mich sehr interessiert, wie sie die Schriften erstellt hat.
Antwort auf Kritik
Der Hinweis, mehr zum Prozess zu erläutern, ist sehr hilfreich — das hätte sicher noch zusätzlich verdeutlicht, wie die Entscheidungen bei der Gestaltung entstanden sind. Es freut mich, dass die Wirkung der Schriftbilder auch ohne Lesen der Wörter so klar wahrgenommen wurde.