U0114 Die Blindzeichnung
Aufgabenstellung:
Suchen Sie sich einen Zeichenparterin und platzieren Sie sich gegenüber, sodass Sie sich gut sehen können. Sind Sie allein, nutzen Sie einen Spiegel oder ein interessantes Vorbild.
Sie dürfen beim Zeichnen nicht auf ihr Blatt sehen! Schauen sie stattdessen den/die zu Portraitierende*n genau an und fühlen sie gleichzeitig die Linie, die sie auf ihrem Format beschreiben.
Mein Ergebnis:
Für diese Aufgabe habe ich mich entschieden, Dinge aus meiner Perspektive am Wohnzimmertisch darzustellen. Zwei der vier Zeichnungen zeigen meinen Hund Tia – einmal auf der Couch liegend, und einmal, wie sie auf dem karierten Teppich an einem Leckerli kaut. Es ist ziemlich interessant, wie ich trotz der Einschränkung, nicht auf die Zeichnung schauen zu dürfen, dennoch ihre Körperform darstellen konnte. Ich finde, ich habe in beiden Skizzen ihren Kopf und die Ohren ziemlich gut getroffen – zumindest soweit, dass klar erkennbar ist, dass es sich um ein Tier handelt.
Die anderen beiden Skizzen zeigen eine Monstera in einem Blumentopf und ein Bücherregal. Das Bücherregal ist eher ein verwirrendes Durcheinander geworden, vermutlich aufgrund der vielen geraden, geometrischen Formen, die sich überlappen. Auch die Größenverhältnisse stimmen oft nicht, da ich nicht genau wusste, wo sich mein Stift auf dem Papier befand. Andererseits finde ich, dass mir die Pflanze ganz gut gelungen ist. Ich habe mit dem Topf begonnen, danach die Stiele und Blätter gezeichnet. Auch wenn die Pflanze nicht ganz zentriert im Topf steht, beeinträchtigt das die Glaubwürdigkeit der Zeichnung nicht wesentlich. Dass ich es geschafft habe, einige Blattdetails richtig zu zeichnen, trägt entscheidend dazu bei, dass klar wird, dass es sich um eine Pflanze handelt.
