Skip to content

U0601 Formenvielfalt - Vom Raum in die Ebene

Aufgabenstellung:

Die Transformation von dreidimensionalen Formen, seien sie linear, flächig oder körperlich, in die Ebene bietet eine Gelegenheit eine reiche Formenvielfalt aus einfachen Primär- oder Sekundärform zu erstellen. Erstelle ein TouchDesigner Network welches eine Primär- oder Sekundärform (aus dem Repertoire der SOPs) in die Ebene transformiert (Render TOP) und exploriere die entstehende Formenvielfalt und dokumentiere diese. Der Körper soll hierbei keine Reflektionen oder Schatten werfen.

Mein Ergebnis:

U601-setup

U601-1 U601-2 U601-3 U601-4 U601-5

Reflexion

Diese Aufgabe war meine erste echte Begegnung mit SOPs in TouchDesigner – und anfangs hat sie mich ehrlich gesagt ziemlich überfordert. Vor allem das Zusammenspiel aus Render TOP, Camera, Material und Geometry COMP war erstmal ein ziemliches Chaos. Aber nachdem ich mich durchgewühlt habe (und auch durch die nächsten Aufgaben ein besseres Verständnis bekommen habe), wurde alles viel klarer.

Besonders spannend an dieser Aufgabe war der Moment, als ich gemerkt habe, dass das Standard-Material automatisch eine Normal Map enthält – also Schatten und Reflexionen erzeugt, die ich eigentlich gar nicht wollte. Nach ein bisschen Rumprobieren habe ich dann den Constant MAT verwendet, um genau diese Effekte zu vermeiden. Damit wirkte mein 3D-Körper plötzlich richtig flach, fast wie eine Vektorform aus einem Grafikprogramm.

Für mein Ergebnis habe ich mit einem Torus SOP gearbeitet. Je nachdem, wie ich die Kamera positioniert habe, ergaben sich ganz unterschiedliche Erscheinungsformen. Wenn man den Torus auf die Seite kippt, sieht er fast aus wie ein abgerundetes Rechteck – der innere Kreis verschwindet durch die Perspektive. Verschiebt man die Kamera leicht nach oben, taucht das Loch wieder auf. Das war für mich ein ziemlich faszinierender Moment: Ein und dasselbe Objekt kann komplett unterschiedlich wirken, je nach Kamerawinkel.

Noch eindrücklicher wurde dieser Effekt, als ich die Kamera ganz weit rausgezoomt habe – der Körper wirkte immer flacher, fast schon grafisch oder abstrakt, obwohl er eigentlich komplett dreidimensional war.

Insgesamt war das eine sehr lehrreiche Aufgabe, die mir nochmal gezeigt hat, wie viel Einfluss Perspektive und Materialwahl auf die visuelle Wahrnehmung haben – und wie man mit einfachen Mitteln eine große Formenvielfalt erzeugen kann.