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U0606 Formstudie

Aufgabenstellung:

Nutze die Boolean-Operation, um zwei Primärformen zu modifizieren. Explorieren Sie den Designspace nach einer ersten Explorationsphase der Möglichkeiten des Operators in einem 7x7 Raster. Modifizieren Sie lediglich 2 Parameter. Ein Parameter nach rechts, ein Parameter nach unten.

Mein Ergebnis:

U606-setup

U606-grid

U606-26

U606-46


Reflexion

Diese Aufgabe fühlte sich an wie eine 3D-Version der Rasteraufgabe aus 412 – nur deutlich aufwändiger. Das Prinzip war klar: Zwei Primärformen per Boolean-Operation kombinieren, und dann über zwei Parameterachsen im 7x7 Raster systematisch variieren. Aber in der Praxis war das Ganze in TouchDesigner technisch ziemlich herausfordernd.

Ich wollte es nicht zu kompliziert machen, also habe ich zwei relativ einfache Parameter gewählt: den Radius der Basis und die Größe der Öffnung (also des „Lochs“ in der Mitte). Klingt erstmal simpel, aber die Umsetzung hat sich als sehr zeitintensiv herausgestellt – besonders weil ich den Replicator COMP lange versucht, aber am Ende leider nicht erfolgreich eingebunden habe. Deshalb habe ich dann alle SOPs manuell angepasst, was bei 49 Varianten echt eine Geduldsprobe war.

Die entstandenen Formen habe ich anschließend in Affinity Designer zu einem sauberen Raster zusammengestellt. Obwohl es aufwendig war, hat sich die Mühe gelohnt – die Unterschiede zwischen den einzelnen Kombinationen sind klar erkennbar, und manche Varianten haben mich visuell richtig überrascht.

Mein persönliches Highlight ist Bild 26. Genau diese Form hatte ich im Kopf, als ich die Parameter ausgewählt habe: eine kompakte, symmetrische Struktur mit einem zentralen Hohlraum, der mich total an die "Xenomorph-Eierkammer" aus Alien erinnert – irgendwie geheimnisvoll und technisch zugleich.

Ein echter Überraschungstreffer war dagegen Bild 46: Die Form wirkt durch ihre spitzen Ausläufer fast aggressiv – wie etwas, das aus einem Predator-Film stammen könnte. Es zeigt schön, wie stark sich der Charakter einer Form durch minimale Parameteränderungen verändern kann.

Insgesamt war’s eine anstrengende, aber lohnenswerte Aufgabe, die mir nochmal verdeutlicht hat, wie viel gestalterisches Potenzial selbst in einfachen Formvariationen steckt – vor allem, wenn man sie systematisch untersucht.