U0112 Grauwerteverlauf
Zeichne händisch einen übergangslosen Verlauf von Weiß nach Schwarz. Z.B. durch Verdichtung von Kreuzschraffuren. Probiere verschiedene Werkzeugspitzen aus.
Beurteilen Sie die ihre Ergebnisse und halten Sie Ihre Gedanken in Ihrer Dokumentation fest. Welches ist das beste Ergebnis und welches das Schlechteste? Welche sind gleich? Warum? Was gibt es in Bezug auf die verschiedenen Werkzeuge zu bemerken? Welche Strategie funktioniert für Sie am besten?





Werkzeuge:
- Bleistift, Tinte, Rötel, Kohle, Ölpastel, Fineliner
- Papier
Reflexion:
Für diese Übung gilt, wie für viele vorher und hinterher, die Zeit ist zu knapp gewesen, um sie vernünftig zu bearbeiten.
Ich habe das Zeichnen von Verläufen und verschiedene Schattierungsmethoden in den Letzten Wochen in die Vorbereitungen meiner Studien mit aufgenommen. Einige der Ergebnisse habe ich als Foto angehängt. Am leichtesten ist ein Verlauf natürlich mit weichem Bleistift und Verwischen zu verwirklichen. Ich habe gemerkt, dass ich Probleme damit habe, bei klassischen Strafuren Weißräume zu lassen. Es passiert mir viel zu oft, dass ich einen harten Bruch erwirke, weil ich versuche, Stellen nachzudunkeln. Sofern das im Laufe meiner Studien behoben wird, sehe ich hierin allerdings ein größeres gestalterisches potential, als bei Farbverläufen mit verwischen. Ich habe bei meinen letzetn Museumsbesuchen einmal mich ansprechende Lithographien und Stiche auf Technik studiert und habe festgestellt, dass mit Straffur dort sowohl Licht/Schatten, als auch die Topographie realisiert wird, und auf Strukturierung fast vollständig verzichtet wird. Diesen Ansatz fand ich interessant und werde ihn weiter verfolgen.
Auch zu lernen gilt es Farbverläufe in Punkten. Von diesen Studien habe ich keine Fotos gemacht, weil ich aktuell schon Probleme habe mit der Dokumentation der Aufgaben hinterherzukommen.
Die Bilder 3 und 4 experimentieren mit der Darstellung von verschiedenen Straffuren zur Darstellung verschiedener Oberflächenstrukturen und von Kanten. Ich bin mit Bild 4 und dem oberen Würfel von Bild 4 überhaupt nicht zufrieden. Gleiches gilt für den Ansatz Farbverläufe einzukasten. Mich stört das Ziehen der klaren Kanten. Hierdurch wirkt der Körper wie ein Wireframe und die Straffuren wie aufgesetzte Flächen. Ich würde stilistisch lieber Kanten mit Straffurbrüchen wie im 2. Körper von Oben auf Bild 3 darstellen. Hierbei müssten Flächen zuende gefärbt und genauer gearbeitet werden, als es auf Bild 4 der Fall war. Aber auch hierzu fehlte mir schlicht die Zeit.
Flächige horizontal/vertikal Straffuren (Bild 1) wirken lückenhaft. Ich kann mir diese Art von Straffur vorstellen, wenn sie mit Höhenlienien zur Darstellung der Form eines Körpers kreuzen. Kreisstraffur ist in meinen Augen auch gescheitert. Die einzelnen Kreise sind nicht homogen genug und treten so nicht in den Hintergrund, um eine Fläche zu ergeben, sondern stechen hervor.