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U0800 Raumkörper

Albert Erich Brinckmann (vgl. Vorlesungsunterlagen) schreibt dem Raum eine Körperlichkeit zu, der seine Begrenzung durch die Körperlichkeit seiner innenliegenden Objekte findet.

Visualisieren Sie einen Raumkörper.

Domfenster

Raumkörper gefüllt mit einem Farbspektakel. Kölner Domfenster (2007), Gerhardt Richter.

Bilder:

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Reflexion:

Ich habe vor einer Weile schoneinmal diese Aufgabe begonnen. Da habe ich versucht, den Raumkörper mit Freecad umzusetzen. Das ist in den Anfängen auch gelungen, aber ich dachte mir, ich versuche es auch mal mit Touchdesigner.

Die Idee war, einen Screen und im besten Fall ein durchscheinendes Festerartiges als Lichteinfall zu generieren und den Raum mit einigen Objekten zu füllen. Hierzu habe ich ein Grid durch ein Fraktor gejagt, gestreckt und transparent umgesetzt. In einen Raum, aus gemergten Grids, habe ich dann eine Box positioniert. Ich wollte den Lichteinfall durch die Blaue Fläche durch den Bogen hindern. Leider habe ich es nicht hinbekommen, Licht durch ein Objekt scheinen zu lassen. Aber die Randerscheinungen des Fraktorials warfen interessante Schatten. Ich musste so aber eine zweite Lichtquelle in den Raum verpflanzen.

Ich habe mich verklickt und bin während meiner Touchdesigner Lernphase gut damit gefahren, Fehler einfach auszuprobieren. Ich bin so auf den clay Operator gekommen, was auch immer dieser tun soll. Auf alle Fälle erzeugt er aus der Box und dem Bogen das explodierende Objekt auf der Box inmitten des Raums. Dieser Spielt sehr schön mit dem Licht und ich bin überrascht, wie atmosphärisch das ganze wirkt. Ich habe dann die Beleuchtung nocheinmal umgestellt, um auf Augenöhe eine Lichtquelle zu haben. Die Bilder stammen von interessanten Winkeln aus diesem Raum. Das navigieren gestaltet sich noch als Herausforderung, aber wirken tun die Bilder. Ich hatte als priming das Domfenster. Entsprechend sakral wirkt dieser Raum mit himmlischer Beleuchtung von oben aussen und dimmen Licht im Inneren auf einen ausgestellten Sockel unter unendlicher Deckenhöhe.

Es lässt sich argumentieren, dass es sich hier nicht um einen Raum handelt, da Decken und Wände nicht abgeschlossen sind. Ich würde dagegen halten, dass gloße Fenster, die den Raum mit dem Außen erweitern und die charakteristisch hohen Decken von sakralen Gebäuden mit genau einer solchen Unbegrenztheit spielen. Die Interpolation der Decken und Fenster ins Unendliche ist nur die logische Fortsetzung heterotoper Räume und ein Grund, warum dieser so bedeutend wirkt.