Tandemkritik
Kritisierte Aufgabe:
U0812 Räume entwerfen und verbinden
Estellen sie zwei Räume vom Typ 'Space Run', 'Space Area', 'Volume Run' oder 'Volume Area' und entwerfen Sie eine Verbindung beide Räume jeweils als 'Port' und als 'Merge'. Setzen Sie die Perspektive so, dass sie in etwa der Augenhöhe über der Bodenoberfläche entspricht und den Verbindungstyp in Szene setzt.
Dokumentieren Sie Prozess, neue Fragen und Ergebnis in Ihrem digitalen Skizzenbuch.
Hinweis: Die Begrifflichkeiten entsprechen derer Philip Thiels.

Reflexion:
Ich wollte die in U05 und U06 angefangene Problematik der Beleuchtung von Cutouts weiter explorieren. Ich habe mich entsprechend dafür entschieden, mit einer Volume Area zu arbeiten. Mein Raum geht von einem Space Run in einem Merge zu einen weiteren Space Run Über, der abgewinkelt den Pfad weiterführt. Weil der Merge nicht gut erkennbar war, habe ich in Bild 6 eine andere Perspektive angenommen.
Der Angewinkelte Run Endet dann in einer Volume Area, bzw bildet von der Area aus betrachtet ein Port, mit Blick auf den Merge dahinter. Das ist in den Bildern 1 und 2 schön zu erkennen. Ich hatte hier, wie auch in vorherigen Übungen starke Probleme bei der Beleuchtung. Ich weiß nicht warum, aber die Platzierung von Lights mit der Maus in Pan und Zoom finde ich extrem unintuitiv. Es kann gut sein, dass es eine bessere Methode zur Platzierung gibt, ich würde sie gerne per drag and drop in jeweils einer Ebene verschieben können. Aber um das herauszufinden fehlt mir leider die Zeit.
Ich habe zunächst ein Grid als Boden Surface erstellt, anschließend Boxen zu Wänden verbunden. Ich wollte einen Torus als Bogen für den Eingang zur Kuppel verwenden, aber dafür hätte ich diese dünnwandiger gestalten müssen. Ich weiß nicht mehr warum, aber ich habe mich für zwei gestapelte Boxen als Cutout aus einem Ei entschieden und bin dann dabei geblieben. Der zweite Gedanke war den Torus, nachdem ich ihn zu einem Bogen geschnitten habe, zu extrudieren. Das hatte leider nicht den gewünschten Effekt. Es wurden die Farcetten in Normalrichtung Extrudiert, nicht der Torus zu einem Tunnel. Statt herauszufinden warum, habe ich dann eine Kugel verformt und sie aus der Kuppel ausgeschnitten.
Learning des Tages: SOP Merge und Boolean spielen nicht schön zusammen, ich weiss nicht warum und habe stattdessen booleans stapeln müssen. Learning 2, Lichter sind schwierig und Reflexionen Magie. Aber einen Raum habe ich gestalten können. In den Momenten, in denen das mit den Lichtern funktioniert ergeben sich sogar spannende und räumliche Effekte. In den Bildern 1 und 3 sieht man beispielsweise schön das Dort im Außenbereich. Der Innenbereich ist mit seinen pechschwarzen Flächen, sobald diese nicht direkt angestrahlt werden, eine absolute Katastrophe. Vieleicht wäre ein Ansatz gewesen, in einem größeren Maßstab zu arbeiten, damit die Bewegung mit den Lichtern und den Kameras im Raum leichter ist und mehrere Lichter zu verwenden. Eine Ansicht der Positionierung der Lichter und Kamera gibt es sicherlich auch. Das ist alles ein ToLearn für die Zukunft.
Peters Kritik:
Ich finde hier wird deutlich, wie Lernprozesse im gestalterischen Prozess ablaufen. Hier kommen neue Aufgabenstellung sowie das erlernen neuer Tools zusammen die Thomas in seiner Reflexion ja auch detailliert beschreibt. Lobenswert finde ich, dass er auch wenn Probleme auftauchten (Bsp. Licht) er neue Wege fand doch noch Lösungen zu finden. Wieder passiert hier sehr viel auf den Screenshots, manche Shots gehen hier aber hinter den Linien der Fenster verloren. Nichts desto trotz gewinnen wir hier und da Einblicke in Schattenwürfe die einen Space oder mal einen Raum einnehmen. Die räume leiden ein wenig unter den selten perfekt zusammenlaufenden Kanten. Hier entstehen sehr kreative Formen, das ist gewiss. Hervorzuheben finde ich hier Bild 3 und 6 die das räumliche Gefühl des digitalen Raums am deutlichsten einfangen.
Thomas Reaktion:
Der Fokus der Screenshots mit den Netzwerken im Vordergrund liegt tatsächlich auf dem Netzwerk. Ich wollte den Prozess dokumentieren und fand es dem Prozess unangemessen das ganze steril ohne Display im Hintergrund zu zeigen.
Die räumliche Darstellung der Bilder 3 und 7 sehe ich nicht ganz, ich glaube hier sind einige Zahlen verschoben worden. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich die Bilder vermutlich besser identifizierbar machen sollen. Eine konsistente Gestaltung des Portfolios ist mir bis jetzt leider noch nicht gelungen.
Die nicht zusammenlaufenden Kanten sind so ein Ding. Ich weiß nicht, ob ich es schoneinmal geschrieben, oder nur gedacht habe, aber falls geschrieben, dann bleibe ich dabei: Ich finde Touchdesigner wahnsinnig unintuitiv. Ich komm nicht hinter das mentale Modell der Parametrischen Darstellung. Ich habe zu Begin dieser Lehrveranstaltung überhaupt erst mal angefangen in Flächen und Formen zu denken, und hab dann erste Versuche in räumlicher Vorstellung unternommen. Und jetzt soll ich die nicht geschulte räumliche Vorstellung als Parameter und Umformungsprozess formulieren in einer Software, die ich nicht kontrollieren kann. Ich bin froh, dass ich mehrere Formen in einer Darstellung untergebracht habe. Die ganzen Boolians kann nicht das sein, wie man an soetwas heran gehen soll. Es kann mir keiner erzählen, dass der Workflow nicht ein Modellieren beinhalten sollte und dann mit den Modellen nurnoch animiert und transformiert wird. Dieses Vorgehen widersprict jedem Halbwegs natürlichen Herangehen, an Körper und in begrenzterer Kritik auch an das natürliche Herangehen an Räume.
Räume lassen sich eher so darstellen, weil bei Raumbetrachtung eher eine 3ed Person Perspektive in Vorstellung angenommen wird, als ein 1st Person 'Handhaben'. Aber trotzdem ist die Anordnung außerhalb eines Raums und das verräumlichen als weiterer Schritt nicht mit meinen Denkmustern vereinbar. Ich sehe den stundenlangen Leidensweg hin zu überhaupt einer Kante als vollen Erfolg und das Leiden der Räume an deren Unperfektheit nicht als Kritik, sondern als Tatsachenaussage.
Wie so oft in diesem Portfolio liese sich auch dieser mit mehr Bearbeitungszeit Herr werden und eine anständige Reflexion über Wirkung von Räumen anhand von Variationen liese sich leisten. Aber leider nicht, wenn ein Großteil der Arbeitszeit in das Erlernen immer neuer Technologien fließt.