Skip to content

U0115 Das Stillleben: Umrisse, Negativ- und Weißraum

Zeichnen Sie mit Pinsel und Tusche oder einem dickeren Edding ein Stillleben, das sich aus drei bis sechs Gegenständen (Obst, Arbeitsmaterialien, Deko-Objekte, Gefäße, etc.) zusammenstellen. Zeichnen Sie dabei nicht linear die einzelnen Elemente des Stilllebens ab, sondern vielmehr ausschließlich den Raum und die Negativräume, also alles, was direkt an die aufgestellten Objekte angrenzt. Damit definieren sie automatisch auch die Umrisse des Stilllebens. Überprüfen sie abschließend, ob die Größenverhältnisse, Proportionen und Platzierungen der Elemente des Stilllebens wie auch des Raumes ringsum aus ihrer gewählten Perspektive korrekt abgebildet sind.

Lernziel: genaues Hinschauen, Negativräume wahrnehmen Material: Papier, Pinsel, Tusche, Edding

Negativraum

Werkzeuge:

- Nassan 47 breit

Negativraum2

Werkzeuge:

- Weiße Ölpastel
- schwarzes Papier

Negativraum3

Werkzeuge:

- Bleistift
- Radiergummi

Negativraum4

Werkzeuge:

- Bleistift

Reflexion:

Mir gefällt die Möglichkeit Schatten durch dunklere Schattierungen in den Umrissen darzustellen. Habe dann erfahren, dass das nicht Sinn und Zweck der Übung war, und das der Fokus auf die Details der darzustellenden Objekte durch eine binäre Betrachtung als Raum und nicht Raum entstehen soll. Mir fiel anfangs schwer den Raum darzustellen und habe überlegt, ob ein Arbeiten mit einem dunklen Untergrund ist, weil ich Raum eher additiv verstehe. Habe ich bei Bild 2 und Bild 3 gemacht. Bild 2 war Weiße Ölpastel auf schwarzem Grund und hat mir garnicht gefallen. Die Textur des Weiss stört das Flächenerleben und damit wird der Raum nicht als einzelner Raum wahrgenommen. Dasselbe Problem bestand auch bei Bild 1. Hier habe ich die Umrisse in schnellen Strichen nachgezeichnet. Hierdurch wurde zwar der Umriss sehr genau, aber ein Einflächen war nicht mehr Möglich.

Bei Bild 3 wurde eine Fläche mit Bleistift ausgefüllt. Die Figuren wurden mit einem Radiergummi in die Fläche radiert. Hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Die Formen kamen schön heraus und ich glaube Schnitttechniken würden mir als Ausdrucksmittel liegen. Auch diese Art der Bearbeitung ist mit der Aufgabenstellung nicht gemeint.

Bild 4 ist eine Zeichnung, die ich zum Aufwärmen für eine andere Studie angefertigt habe. Ich habe mit der Richtung der Straffur experimentiert. Mit dieser bin ich eigentlich am zufriedensten. Ich glaube eine Längsstraffur, die das Blatt durchgehend füllt und nur vom Raum, den das abzubildende Objekt einnimmt, unterbrochen eignet sich am besten für eine solche Übung. Hierdurch wird auch ein Bewusstsein für auf die Oberflächen einfallendes Licht geschaffen, dass sich auch linear aus einer Richtung auf dem Körper ausbreiten würde.