Tandemkritik
Kritisierte Aufgabe:
U0410 Praktische Musterrecherche
Gehen Sie auf Mustersuche! Suchen Sie vier Muster, je zwei zu Hause und je zwei Muster im freien Außenbereich. Was macht diese Muster aus? Versuchen Sie herauszufinden, wie diese Muster funktionieren (natürlich/künstlich, Wiederholung, Anschlüsse, Struktur/Textur, Grad der Fixierung, Rhythmisierungsgrad, Ornamentierungsgrad)!
Zeichnen Sie die Muster mit Bleistift oder Kohle auf weißes Papier. Verwenden Sie mindestens ein DIN-A3-Format pro gefundenem Muster. Dokumentieren Sie Ihre Erkenntnisse im digitalen Skizzenbuch.
Tips: Muster zu zeichnen, ist eine Aufgabe für die Sie durchaus etwas Ausdauer und Geduld brauchen werden. Sie müssen außerdem sehr genau hinschauen, um das Muster auch wirklich nachvollziehen zu können. Verstehen Sie die Wiederholung im Muster nicht, stimmt die Zeichnung nicht und das fällt Betrachtenden sofort ins Auge.
Es gibt leichte und komplexe Muster, Sie entscheiden mit Ihrer Wahl der zu zeichnenden Muster auch über den Schwierigkeitsgrad.

Reflexion:
Ich muss feststellen, ich hatte Probleme bei 2 separaten Momenten. Der eine ist die Darstellung von Oberflächenstrukturen und Schattierungen in einer Farbe. Das ist besonders auffällig bei Motiv 2. Hier habe ich versucht mit unterschiedlichen Schattierungen die unterschiedliche Struktur des Steins darzustellen. bei den zurückgesetzten Flächen habe ich versucht, die Zurückgesetztheit durch eine Schattierung mit halbrunden Kurven von oben nach unten, die den Eindruck von Konkavität vermitteln soll, umzusetzen.
Zweitens habe ich (noch) Probleme den Raum eines A3 Blatts tatsächlich zeichnerisch einzunehmen. Das ist schade und vermutlich Übungssache, da die Muster im Kleinen erstens schwerer zu zeichnen sind und zweitens schlechter wirken. Motiv 2 habe ich dann nocheinmal gezeichnet und dabei versucht mich auf das Format zu zwingen. Das war mir zunächst sehr unangenehm, aber mit der Wirkung bin ich bedeutend zufriedener, als mit der Wirkung des ersten Zeichenversuchs dieses Musters. Bei den Motiven 3 und 4 habe ich mich ebenfalls gezwungen und es fiel mir bedeutend leichter. Ich glaube das ist eine der Übungen, die man öffters wiederholen müsste und ich glaube, ich verlagere Detailstudien künftig auf A3. Irgendwie kommt da beim Zeichnen ein freieres Gefühl auf, als beim Zeichnen auch Kleinformat. Außerdem schadet es dem Selbstbewusstsein bestimmt nicht, sich zeichnerisch Raum zu nehmen.
Peters Kritik:
Zunächst einmal muss ich feedbacken, dass ich es kenne, ein Din A3 Blatt kann sehr überfordernd sein und fordert ganz andere Bewegungen als es ein Din A4 Blatt beispielsweise fordert. Das erste Muster finde ich in der Zeichnung gut getroffen und finde, dass hier auch nicht viel verloren geht, dadurch dass die Zeichnung nicht so groß ist. Das Verständnis kommt auf. Spannend fand ich die Wahl der Fensterumrandungen als Muster, denn diese Wären mir so garnicht als Muster ins Auge gefallen. Und ein Lob für die Zeichentechnik des letzten Musters. Es ist ein perfekter Mix aus rapid-zeichnen und doch den Charakter des Musters einzufangen. Wenn etwas zu kritisieren ist, dann finde ich dass Muster 2 hier kaum als Muster rüber kommt. Ich verstehe wo die Wiederholung hinführen würde, aber obwohl bei den Fenster Rahmen nur 3 Objekte sind, geben sie mir gefühlt mehr Muster zurück als die Ziegelsteine aufeinander. Vielleicht ist es eine Gewohnheitssache, oder die reine Linienformatik der Ziegel ist zu wenig komplex um ein Muster zu erzeugen
Thomas Reaktion:
Es hilft, mit dem Mangelden Raumbewusstsein nicht alleine zu sein. Aber das legt sich sicherlich mit der Zeit.
Ich finde die Kritik in Bezug auf die Ziegel im Vergleich zu den Fenstern Spannend. Das Muster bei den Ziegeln hätte ich im Relief, bzw in der Einkerbung bei zweidimensionaler Darstellung gesehen. Und diese Wiederholung ist für mich bei den Ziegeln bedeutend Ausgeprägter, als bei den Fenstern. Ich hätte beides als Muster klassifiziert, da es sich um Wiederkehrende Elemente mit klar erkennbarer, strukturierter Anordnung handelt. Die Ziegelsteine sind eher Muster, da sie näher beinander liegen. Durch die geringeren Abstände wirkten die Einzelelemente eher als geschlossene Fläche. Und ein Muster ist doch nichts anderes, als eine periodisch gestaltete Fläche?