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U0801 Recherche Schatten und Reflektionen

Gehen Sie auf die Suchen nach Schatten und Reflexionen. Finden Sie je zwei in Objekten, "Screens" und "Surfaces" (Terminologie Thiel) in Volumes (z.B. zu Hause, Uni, etc.) und im freien Außenbereich. Achten Sie auf die Prägnanz. Wie sieht die minimalste und maximalste Ausprägung aus? Versuchen Sie herauszufinden, wie Schatten und Reflexionen funktionieren (auf verschiedenen Materialien, Oberflächen, Texturen, Farben)!

Dokumentieren Sie per Foto und achten Sie darauf dass das Foto möglichst den wahrgenommenen Sachverhalt mit dem Auge repräsentiert. Evtl. müssen Farbtöne, Sättigungen und Luminanzen angepasst werden Dokumentieren Sie Ihre Erkenntnisse im digitalen Skizzenbuch.

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Reflexion:

Zunächst muss ich sagen, ich bin positivst überrascht von der Aufnahmequalität meiner Handykamera bei nacht. Nicht dass ich eine andere Aufnahmemöglichkeit gehabt hätte, aber die Bilder im Außenbereich sind tatsächlich relativ gut geworden.

Zu Licht und Schatten lässt sich nicht viel sagen. Screens schatten im Umfang ihre Einzelelemente ab. Gut zu erkennen an der Stuhllehne und den Pfosten im Außenbereich. Surfaces werfen nur gemäß ihre Oberflächenstruktur bei seitlichem Lichteinfall Schatten. Eher ist es so, dass andere Objekte auf sie abschatten. Zu erkennen beim Querbalken hinter dem Stuhllehnenscreen oder den Pflastersteinen. Die Steine, das Gefache und die Holztäfelung habe ich gewählt, da hier die Struktur der Oberfläche Schatten wirft. Glatte Oberfläche erschien mir zu langweilig.

Zu Minima und Maxima: Aus meiner Sicht stellt die Stuhllehne einen klassischen Screen dar. Die Freiräume zwischen den einzelnen Objekten sind nicht zu groß im Vergleich zu deren Breite, sodass sich in der Betrachtung relativ stabil eine einheitliche Gestalt und damit ein Screen ergibt. Das Blätterdach vor der Straßenlaterne ist für mich eine maximale Ausprägung. Ich habe den richtigen Winkel finden müssen, damit sich überhaupt ein Screen Effekt einstellt. Die meisten Perspektiven haben eine dichte Oberfläche gegeben. Als Screen wirkt das Blätterdach nur, weil die einzelnen dunklen Äste sich abzeichnen und klar ein 'Dahinter' sichtbar machen. Die Abstände zwischen den Blättern ermöglichen gerade den Blick in die Schwarze Nacht, der Laternenpfahl schimmert gerade noch durch. Im Vergleich dazu sind die Feige und die Pfosten ein minimaler Screen. Die Feige wirkt nur, sobald die voreinander angeordneten Aste in eine Ebene gedacht werden. Sonst ist der Abstand zu groß und das Bild kippt in eine Ansammlung von Objekten. Die Pfosten sind überhaupt nur durch die Verbindungen per Kenne als eine Gestalt und damit als Screen erkenn- und sehbar. Die Lehrstellen sind viel zu groß, um durch die kurzen Pfeiler zu einer Figur zusammengefügt werden zu können. Dieses Bild funktioniert nur durch die Verkettung der Objekte zu einem semantischen und visuellen Zusammenhang.

Maximale Surfaces gibt es glaube ich nicht, da eine Oberfläche ja schon deckend und eine einzelne Gestalt ist. Ein Minima habe ich aber in den Büchern. Wären sie weiter außeinander, ließen sie sich als Screen verstehen. Die Einzelelemente treten aufgrund des geringen Abstands noch nicht in den Hintergrund und bleiben, sofern nicht die Augen zugekniffen werden, mitpräsent. Dennoch bilden sie eine, wenn auch unregelmäßige Einheit, die, aufgebaut aus Unterelementen gerade schon als strukturierte Surface betrachtet werden kann.