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Tandemkritik

Kritisierte Aufgabe:

U0204 Formation von Punkten

Positionieren Sie in jeder Fläche neun gleichgroße Punkte. Finden Sie Formationen für folgende Begriffe:

  • Streuung
  • Ansammlung
  • Ausgrenzung
  • Hierarchie
  • Flucht
  • Wachsamkeit

Markieren Sie die Formation, die Ihnen am besten gelungen ist und jene, die Ihnen gar nicht gefällt. Dokumentieren sie ihr Ergebnis in MKDocs.

Punkte

Reflexion:

Die Punkte befinden sich in Reihenfolge von links nach rechts und oben nach unten georden in die Begriffe von Streuung bis Wachsamkeit.

Streuung und Ansammlung habe ich umgesetzt wie Schüsse auf einer Zielscheibe bewertet werden. In klaren Gruppierungen und dem Abstand der Punkte der Gruppierung zueinander. Die Hierachie ist an ein mittelalterliches Ständebild angelehnt und verfolgt die klassische Pyramiedenform der gleicheren unter Gleichen. Ausgrenzung, Flucht und Wachsamkeit sind die interessantesten Darstellungen. Sie sind in Militärperspektive zu verstehen. Die Flucht ist ein sich auflösender Verband. Die enge Gruppe verliert von links nach rechts mit zunehmenderen Punktabständen Glieder. Ich glaube initial war der rechteste Punkt als statischer Fluchtpunkt gedacht. In Retrospektive passt er als erster Ausbrecher und Trendsetter einer fluchtartigen Verbandauflösung besser.

Die unterscheidung von Ausgrenzung und Wachsamkeit war schwieriger, da es sich in beiden Fällen um eine Ingroup Ziehung, nur mit verschiedenen Positionen der Betrachtung handelt. Ich habe mich bei Wachsamkeit für eine gerade Barriere vor einer Gruppierung entschieden, die die Linke Kachelhälfte, und damit auch die Gruppe, von der rechten abschirmt. Wachsamkeit ist hier durch den Wächterarchetyp ausgedrückt, der sich kollektiv mit seinem Leib vor die Gruppe wirft. Die Ausgrenzung ist auch eine Ingroup-Outgroup darstellung. Ich habe, wie zuvor bei der Schwere den Fokus über das Einzelne gelenkt. Die Gruppe wirkt ausgrenzend, anstelle von abgrenzend, da hier als Gruppierungsform eine kreisähnliche gewählt wurde, anstelle der geraden Linie bei der Wachsamkeit.

Für ein nochmaliges Bearbeiten, würde ich gerne zum einen die Krümmungen der Gruppierung in Wachsamkeit und Ausgrenzung variieren und schauen, ob ein Halbkreis behütend, oder umschließend wirkt. Ich hatte die Vermutung, dass eine nichtgerade Anordnung nicht diese starre Schutzwallassoziation hervorruft, bin mir aber mittlerweile nicht mehr sicher. Auch würde ich gerne versuchen Wachsamkeit als Einzelgestimmtheit mit den Punkten als Form der Zerrissenheit des Individuums darzustellen. Ich bin mir nicht ganz sicher wie, aber die gewählte Darstellung funktioniert nicht, wenn die einzelnen Punkte nicht als Individuen gesehen werden und ich glaube es wäre aufschlussreich, ähnlich der Unruhe, eine intrapsychische Symbolisation zu finden.

Code:



// --- Einstellungen ---

int cols = 3;

int rows =3;

int mousefactor = 2;

float padding = 10;

float pointSize = 10;




float cellSize;

float startX, startY;



ArrayList<Dot> dots;



void setup() {

  size(1000, 700);

  dots = new ArrayList<Dot>();



  // Quadratgröße richtet sich nach Höhe

  cellSize = (height - padding * (rows + 1)) / rows;

  float totalWidth = cols * cellSize + (cols + 1) * padding;

  startX = (width - totalWidth) / 2 + padding;

  startY = padding;

}



void draw() {

  background(200); // Hintergrund leicht grau für Kontrast



  // Raster zeichnen

  for (int i = 0; i < cols; i++) {

    for (int j = 0; j < rows; j++) {

      float x = startX + i * (cellSize + padding);

      float y = startY + j * (cellSize + padding);

      fill(255);

      stroke(0);

      rect(x, y, cellSize, cellSize);

    }

  }



  // Punkte zeichnen

  for (Dot d : dots) {

    d.display();

  }



  // Punktgröße anzeigen

  fill(0);

  text("Punktgröße: " + pointSize, 10, height - 10);

}



void mousePressed() {

  // Punkt an Klickposition hinzufügen

  dots.add(new Dot(mouseX, mouseY, pointSize));
 // mousefactor ++; // Schnipsel für U0209 (vergrößert Punkt nach jedem Klick)
 // pointSize = pointSize + 0.75 * mousefactor;
}



void keyPressed() {

  if (key == '+' || key == '=') {

    pointSize += 10;

    if (pointSize > 1000) pointSize = 1000;

  }

  if (key == '\t') { // Lifeimprovement -> löscht alle Punkte nach TAB
   dots.clear();
   //mousefactor = 2; // Schnipsel für U0209
   //pointSize = 10; // Schnipsel für U0209
  }
  if (key == 'z') { // Lifeimprovement -> löscht letzten Punkt nach z
    if (dots.size() - 1 >= 0) {
     dots.remove(dots.size() - 1);
    }
  }

  if (key == '-' || key == '_') { // Punktgröße

    pointSize -= 10;

    if (pointSize < 2) pointSize = 2;

  }

}



// Punktklasse

class Dot {

  PVector pos;

  float size;



  Dot(float x, float y, float s) {

    pos = new PVector(x, y);

    size = s;

  }



  void display() {

    fill(0);

    noStroke();

    circle(pos.x, pos.y,  size);

  }

}


Peters Kritik:

Die sechs Beispiele zeigen auf einen Blick, dass die einzelnen Formationen sich deutlich unterscheiden. So mag ich direkt auf die einzelnen eingehen. Die Streuung erkennt man durch die abstände die alle Punkte untereinander einhalten. Im länger betrachten habe ich überlegt, ob dem Wort Streuung nicht eine Richtung von der sich etwas wegbewegt. Bei der Ansammlung finde ich spannend, dass Thomas sich für zwei statt einer Gruppe von Punkten entscheiden hat, ich weiß jedoch nicht genau wieso. Die Ausgrenzung funktioniert hier sehr gut. Man könnte überlegen ob oben rechts die richtige Positionierung für den einzelnen ist, oder ob eine Position weiter unten nicht stärker die negativen Gefühle einer Ausgrenzung mit auffasst. Die Hierarchie ist durch den pyramidenartigen Aufbau sehr deutlich, auch wenn die ganze Pyramide insgesamt relativ weit oben angelegt ist, dadurch gibt es gefühlt kein richtiges unten. Die Flucht gefällt mir besonders gut, da sie auch eine Geschichte erzählt. Meinem Empfinden nach ist ganz klar wohin die Punkte flüchten, auch dass einige schon weiter rechts sind erzählt dass einige Individuen schon früher gestartet haben mit ihrer Flucht oder schlichtweg schneller sind. Auch die Wachsamkeit gefällt mir sehr gut. Vier Punkte bilden für mich eine Gruppe die weiter rechts durch einen Wall bewacht werden (sollen oder können oder werden) Ich find es generell spannend bei dieser Aufgabe wie man mit wenigen Punkten und einem Wort ganze Geschichten erzählen kann

Thomas Reaktion:

Zur Streuung als Gerichtetes stimme ich Peter voll zu. Ich habe das so umgesetzt, dass das 'von etwas weg' der Blick des Betrachters ist. Ich habe mich an einer Zielscheibe orientiert, und die Einschläge der gestreuten Kugeln als Punkte auf einer Fläche umgesetzt.

Eine Gruppe braucht für mich die Abgrenzung zu einer anderen Gruppe, um als solche erkannt zu werden. Ohne Outgroup, keine Ingroup. Hätte ich nur eine Gruppe von Punkten gebildet, hätte es sich in meinen Augen nicht mehr um eine Ansammlung im Kontext, sondern um eine Darstellung einer Gesamtheit gehandelt.

Zur Ausgrenzung: Für mich ist die runde Anordnung der Gruppierung, vor der man außenvorgelassen wird durch eine aktive Ingroup Bildung eher mit Ausgrenzung verbunden, als eine Mauer oder Linie, die umgangen werden kann.