U0212 Balance - Triangle
Erzeuge sechzehn Bilder (Vollbild) mit je drei Dreiecken. Position sowie die Größe der Dreiecke soll per Zufall definiert werden. Beurteile jedes Bild nach seiner Balance.
Welche neuen Fragen ergeben sich? Was ist zu beobachten? Welche Parameter sind sinnvoll? Stehen diese in einem Bezug? Markieren dein schönstes Bild. Welche Unterschiede ergeben sich zu der Übung mit den Kreisen und Quadraten? Was macht Balance aus? Mit welchem Grundelement lässt dich am einfachsten Balance erzeugen? Welche Grundelemente erlauben eine vielfältige Umsetzung von Balance? Welche sind limitiert? Dokumentieren sie ihr Ergebnis in MKDocs.
Lernziel: Gewichte und Schwerpunkte gezielt einsetzen
Schönstes Bild (8):

Reflexion:
Das ist die letzte Übung mit dem Lernziel Gewichte und Schwerpunkte gezielt einsetzen. Ich habe das Gefühl, dass ich mich nicht mit der Balance beschäftigt habe, und werde das nun nachholen.
Generell scheint mir eine Balance leichter mit Flächen mit geraden Kanten herzustellen zu sein. Beziehungsweise wirkt ein im Bereich Größe unbalanciertes Bild mit Quadraten und Dreiecken weniger unangenehm und bedrohlich. Balance im sinne von ausgewogen im Raum ist vermutlich mit einer geringeren Varianz in der Größe der Flächen zueinander und einem Verhindern der Überlappung leichter zu erreichen. Ich persönlich würde Balance aber als Synonym für 'stimmig' verstehen wollen. Das ist zwar genau so schwammig, legt den Fokus aber auf die subjektive Empfindung und Gestimmtheit bei der Betrachtung. Balance affordiert mir zu sehr, eine Symetrie als Bewertungskriterium anzunehmen. Ein abgewogenes und stimmiges Bild ist für mich allerdings alles andere, als symetrisch. Ich weiß, diese Empfindung ist eigentlich nur auf nachahmendes anzuwenden. Aber bei symetrischen runden Formen stellt sich bei mir ein Gefühl von uncanniness ein. Es gibt einfach keinen klaren Schnitt, an dem sich mein Auge und damit ich mich in der Reflexion aufhalten, verweilen und entspannen kann. Solche Bilder wirken statisch und unangenehm perfekt.
Bild 8 hingegen ist stimmig und ausgewogen in Bezug auf die Größe der Dreiecke. Die kleineren Beiden befinden sich in derselben Magnitude, ohne die gleiche Größe zu haben. Sie wirken trotz Gleichförmigkeit individuell und nicht Wiederholt. Das Große ist ein Kontrast in der Größenordnung. Es dominiert die untere Hälfte der Kachel und intrudiert die Obere am linken Rand der Kachel. Das obere linke Viertel ist dominiert vom Mittelgroßen dreieck und geprägt vom eindringenden Zipfel des Großen. Das obere rechte Viertel bleibt leer. Das untere rechte Viertel ist flächig dominiert vom rechten Rand des großen Dreiecks und förmlich dominiert vom Kleinen. Hierdurch entsteht das kein Gefühl der Zueinanderheit, eher der Abschattung oder der Nebeneinanderheit. Die beiden kleineren Dreiecke würden aufgrund ihrer ähnlichen Größe, währen sie in engem Abstand gelegen, zueinander wirken. So wirkt das Kleinste unberührt vom Großen. Die Freifläche direkt über dieser Nebenstellung kontrastiert diese Gedrängtheit und bietet einen Ruhepol. Ein zweiter, kleinerer, befindet sich im sich vergrößerndem Abstand der Spitzen des mittleren und großen Dreiecks. Durch das Weiten, wirkt er nicht eingekastet, wie die Freifläche unter dem großen Dreieck und das Bild ist durchsetzt von Beziehungen, Kontrasten und Positionen und wirkt auf mich balanciert.
Bilder:
Nr 1

Nr 2

Nr 3

Nr 4

Nr 5

Nr 6

Nr 7

Nr 8

Nr 9

Nr 10

Nr 11

Nr 12

Nr 13

Nr 14

Nr 15

Nr 16

Code:
// --- Einstellungen ---
int cols = 1;
int rows =1;
float padding = 0;
float pointSize = 10;
// Berechnete Werte
float cellSize;
float startX, startY;
ArrayList<Dot> dots;
void setup() {
size(1000, 1000);
dots = new ArrayList<Dot>();
// Quadratgröße richtet sich nach Höhe
cellSize = (height - padding * (rows + 1)) / rows;
float totalWidth = cols * cellSize + (cols + 1) * padding;
startX = (width - totalWidth) / 2 + padding;
startY = padding;
}
void draw() {
background(200); // Hintergrund leicht grau für Kontrast
// Raster zeichnen
for (int i = 0; i < cols; i++) {
for (int j = 0; j < rows; j++) {
float x = startX + i * (cellSize + padding);
float y = startY + j * (cellSize + padding);
fill(255);
stroke(0);
rect(x, y, cellSize, cellSize);
}
}
// Punkte zeichnen
for (Dot d : dots) {
d.display();
}
// Punktgröße anzeigen
fill(0);
//text("Punktgröße (random): " + pointSize, 10, height - 10);
}
void mousePressed() {
// Punkt an Klickposition hinzufügen
for (int i=0; i<3; i++){dots.add(new Dot(random(0, 1000), random(0, 1000), random(0,1000))); }
}
void keyPressed() {
if (key == '+' || key == '=') {
pointSize += 10;
if (pointSize > 1000) pointSize = 1000;
}
if (key == '\t') {
dots.clear();
}
if (key == '-' || key == '_') {
pointSize -= 10;
if (pointSize < 2) pointSize = 2;
}
}
// Punktklasse
class Dot {
PVector pos;
float size;
Dot(float x, float y, float s) {
pos = new PVector(x, y);
size = s;
}
void display() {
fill(0);
noStroke();
float a = pos.x + (size/3);
float ay = pos.y ;
float b = pos.x - (size/3);
float by = pos.y - (size/3);
float c = pos.x + (size/3);
float cy = pos.y + (size/3);
triangle(a, ay, b, by, c, cy);
}
}