U0304 Form und Rhythmus von Schriften
Stellen Sie sich in einem mittelachsig gesetzten Satz vor, z.B. “Mein Name ist Heike Mallokai, ich bin 22 Jahre alt und spiele gerne Querflöte.”
Schneiden Sie aus Zeitungen und Zeitschriften Ihren Satz in einzelnen Buchstaben (!) aus und kleben Sie ihn auf einem Blatt Papier auf. Nehmen Sie nun ein Transparentpapier oder einen Leuchttisch zu Hilfe und pausen Sie den Satz dreimal ab:
- Nur die Punzen der Buchstaben
- Nur den Raum um die Buchstaben
- Den Buchstabenrhythmus (z.B. die Höhen, die Breiten oder die Serifen aller Buchstaben)
- Erstellen Sie eine Mischform aus 1 bis 3.
Dokumentieren Sie das Ergebnis in Ihrem digitalen Skizzenbuch und schreiben Sie ein Memo, nach welchen Kriterien Sie die neue Variante erstellt haben. Schauen sie sich die vier Ergebnisse an. Vergrößern Sie evtl. den Entwurf und schauen Sie sich die Formen nochmal an. Schreiben Sie auf, was Ihnen an Ihrer Arbeit auffällt. Diskutieren Sie die Ergebnisse im Plenum.
Lernziel: Schriftkunde, typografisches Abstraktionsvermögen. Verständnis für Rhythmus im Mengentext.

Reflexion:
Ich habe in dieser Übung mehr gelernt, als ich erwartet habe. Learnig 1 war, dass es sich wirklich Lohnt, die Aufgaben richtig zu lesen. Wie auf den Bildern 1 und 2 zu sehen ist, bin ich zunächst davon ausgegange, dass der Beispielsatz nachzubilden ist, und habe Buchstabenlisten geführt und einzeln gesucht. Learning 2: eine Werbezeitung kommt mit überraschend wenigen verschiedenen Schriften aus, die wirklich langweilig sind. Ich bin dann dazu über gegangen, Logoschriften zu verwenden, um ein wenig Abwechslung zu haben. Learning 3: Es hätte sich angeboten schon zu Beginn die Textschnipsel zu präparieren, sodass nurnoch einzelne Buchstaben mit einem Schnitt abgetrennt und aufgeklebt werden können. Learning 4: die wenigsten Logos enthalten die Buchtaben, um das Wort 'Querflöte' zu schreiben.
Nach einer Schulung meiner allgemeinen Frustrationstoleranz und einer Nacht Schlaf bin ich die Aufgabe erneut angegangen und hate überraschend viel Spaß dabei. Ich hatte zunächst Probleme Punzen richtig zu identifizieren, entsprechend bin ich mit dem Resultat aus diesem Teil der Aufgabe auch nicht ganz zufrieden. Ich habe jedoch das Gefühl, dass sich das mit der Raumaufgabe gebessert hat. Ich bin naiv davon ausgegangen, dass Punzen + Raum den gesamten nichtgedruckten Raum einer Glyphe beschreiben. In der Aufgabe 4 habe ich mich gefragt, welche Buchstaben besonders gut und/oder schlecht erkennbar sind in den einzelnen Teilaufgaben. Ich bin auf eine gute Erkennung von Konsonanten beim Zeichnen des Raums und von Vokalen (außer i) beim Zeichnen der Punzen gekommen. Entsprechend bin ich bei Aufgabe 4 vorgegangen.
Ich weiß nicht, ob ich diese Übung (entgegen anderer aus Teilbereich 1) nocheinmal machen würde, da ich das Gefühl habe, die Learnings sind wissens- und nicht skillbasiert. Für mein wiederholendes Ich habe ich jedoch den Tip: 'nimm größere Glyphen!'. Die kleinen Buchstaben sind schwierig zu umzeichnen.